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7 Tipps für Brand Building – FHNW Campus Talk zu SEO und Social Media

Von am 24. September 2012

Im Rahmen des Campus Talk an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW zeigte Matthias Schmid, SEO-Experte bei Unic, warum Digital Marketers im Jahr 2012 noch mehr Wert auf Brand Building legen sollten.

Wer sich eine Marke aufbaut, der kommt ins „Relevant Set“ der Kunden. Das Relevant Set ist die (eingeschränkte) Auswahl von Marken oder Produkten im Bewusstsein des Kunden. Wenn eine Marke zu einem bestimmten Thema im Relevant Set des Kunden ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie bei der nächsten thematisch relevanten Entscheidung berücksichtigt wird. Oder ganz einfach gesagt: Wer weiss, dass es im Starbucks ein frei nutzbares Wireless-Netzwerk gibt, der wird beim nächsten Mal, wenn er Internetzugang benötigt, wieder ins Starbucks gehen.

Auch online sind Marken eine wichtige Orientierungshilfe für Konsumenten. Wer es schafft, mit seiner Marke eine authentische Geschichte zu erzählen und seinen Brand für bestimmte Themen immer wieder zu positionieren, der erhält mehr Interaktionen, mehr Backlinks und im Idealfall mehr Suchanfragen nach seinem Markennamen.

Wie kann man sich denn eine Marke aufbauen? Matthias Schmid zeigte dies anhand von folgenden 7 Tipps:

1. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter / Experten sprechen

Mitarbeitende und Experten geben Tipps zu aktuellen Themen oder erzählen in emotionalen Geschichten von ihrer Arbeit und vermitteln auf verständliche Art die Markenwerte.

Beispiele:

  • Mitarbeitende berichten auf www.facebook.com/BaloiseGroup (Präsentation S. 13)
  • „My sky-high life“-Serie auf blog.swiss.com (Präsentation S. 13)

2. Erzählen Sie Geschichten – on- und offline

Geschichten können zeitlich und örtlich eng abgegrenzt sein. Wichtig ist aber, dass Sie darüber berichten – in Text, Bild und Ton (Storytelling). Wenn die Geschichte gut ist und den potentiellen und bestehenden Kunden einen Mehrwert bietet, erhalten Sie Likes, Shares, Kommentare und Backlinks. Dadurch entsteht die benötigte Reichweite.

Beispiel:

  • Aktion „Madame und Monsieur Rail“ (September 2012) auf www.facebook.com/sbb.cff.ffs.ch  (Präsentation S. 14)

3. Seien Sie schnell / Berichten Sie live

Bieten Sie bei Events, die für Ihre Zielgruppe relevant sind, einen Newsticker. Seien Sie die erste Plattform, die eine Nachricht verbreitet. Nach dem Motto „the winner takes it all“ ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass genau ihre Nachricht weiterverbreitet wird.

Beispiel:

  • Liveticker bei Apple-Events auf www.macprime.ch (Präsentation S. 15)

4. Gehen Sie ins Detail

Wenn Ihre Zielgruppe genaue Informationen benötigt, geben Sie diese Informationen (auch wenn dann die Artikel sehr lang werden können).

Beispiel:

  • Ausführliche Reviews über alle möglichen Details eines Laptops auf www.notebookreviews.com

5. Verbinden Sie Ihre Plattformen

Zeigen Sie, dass Ihre Plattformen zusammengehören, indem Sie sie untereinander verlinken und zwischendurch gegenseitig anteasern.

Beispiel:

  • Videos vom Youtube-Channel der Suva (www.youtube.com/suvaschweiz) werden über die kostenlose „Involver“-App auf der Facebook-Seite der Suva (www.facebook.com/suvaschweiz) eingebunden (Präsentation S. 17)

6. Planen Sie frühzeitig

Erstellen Sie einen Redaktionsplan und legen Sie mit einer Content Strategy fest, welche Inhalte Sie wann in welcher Form auf welcher Plattform veröffentlichen wollen. Erstellen Sie z.B. Inhalte zu „Weihnachtsgeschenken“ nicht erst im Dezember.

Messen Sie Ihre Aktivitäten (weitere Details zu Digital Analytics finden Sie in unserer Artikelserie) und bereiten Sie Inhalte, die gute Konversionsraten gebracht haben, nach einer bestimmten Zeit noch einmal auf.

7. Behalten Sie Ihre Ziele im Auge

Sie können zwar für Ihre Markenbildung Methoden nutzen, die kurzfristig eine grosse Bekanntheit schaffen (z.B. emotionale Bilder). Diese Methoden sind aber nur dann sinnvoll, wenn sie zur Zielunterstützung beitragen.

Eine Webpräsenz hat immer Konversionsziele (z.B. Kaufabschluss, Lesen eines Artikels, Download). Und Massnahmen müssen immer auf diese Ziele gerichtet sein.

Branchenzugehörigkeit beeinflusst Markenbildung

Wie an jedem Campus Talk gab es auch diesmal für die rund 40 Teilnehmer Gelegenheit, im Rahmen einer Diskussionsrunde ihre Erfahrungen auszutauschen. Dabei zeigte sich, dass erfolgreiches Brand Building unter anderem davon abhängt, wie aktiv die Unternehmen ihre Themen bearbeiten. Die Bandbreite reichte dabei von ersten Gehversuchen im Geschichten-Erzählen bis zu einem strategisch geleiteten Themensetting.

Woher kann eine Unternehmung Themen für ihr Storytelling erhalten? In der Diskussion wurden nebst der bereits erwähnten strategischen Herleitung weitere Möglichkeiten erwähnt: Themen können auch von Kunden ans Unternehmen herangetragen werden oder völlig unbeeinflussbar sein, aber trotzdem eine Reaktion erfordern (z.B. bei Krisen).

Als wichtiger Faktor beim Themensetting kommt – wie meist im Marketing – die Branchenzugehörigkeit hinzu. Im Banking werden Social Networks aus verschiedenen Gründen (z.B. Verschwiegenheit und Diskretion)  eher weniger für die Markenbildung genutzt. Im Travel-Bereich hingegen können mit emotionalen Themen wie z.B. Hochzeitsreisen schöne Stories erzählt werden.

Der nächste Campus Talk mit Beteiligung von Unic findet übrigens bereits am 24. Oktober 2012 statt. Yvonne Miller referiert dann zum Thema “Content is King! Lorem Ipsum war gestern.”

> zum FHNW Campus Talk

 

Google+ Profil des Autors: Matthias Schmid

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