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Aus 25 mach eins – Nachlese zum Unic Breakfast „100 Tage SBB.CH“

Von am 28. Oktober 2011

Ende Mai ging die neue SBB-Website online. Nach rund 100 Tagen zogen die Verantwortlichen ein positives Zwischenfazit: Mehr Besucher, längere Verweildauer auf der Seite. An den beiden Unic Breakfasts zum Thema „100 Tage SBB.CH“ in Zürich und Bern am 26. und 27. Oktober 2011 (#sbbch) berichteten drei Insider über ihre Erfahrungen während des Projekts und nach dem Go-live.

Diskussionsrunde mit Projektverantwortlichen am Unic Breakfast "100 Tage SBB.CH"

Unter dem Referatstitel „Botox oder plastische Chirurgie?“ berichteten Stefan Pieren, Senior Consultant und Key Account Manager bei Unic sowie Florian Stürzinger, Art Director bei Unic, über die Herausforderungen in der Konzeptionsphase.

Stefan Pieren wies auf die Wichtigkeit der Einbindung der über 300 Stakeholder innerhalb der SBB hin. Neben einem guten Projektmarketing war die permanente Information über den Projektfortschritt mittels Projekt-Blog ein zentrales Tool des Stakeholdermanagements. Die Kernherausforderung der Konzeption leitete sich laut Pieren aus dem Projektnamen ab: oneSBB. Es galt die 150, von der SBB betriebenen Plattformen, nach reiserelevanten Informationen zu durchforsten und die 25 identifizierten Sites auf sbb.ch zu konsolidieren.

Nach neun Monaten wurde das Projekt an die Kreation übergeben. Für Florian Stürzinger stellte sich die Frage: Face Lifting oder alles neu? Er zeigte in seinem Referat die wichtigsten Schritte der rund sechs Monate dauernd Designentwicklung auf, von der Konkurrenzanalyse über die Erarbeitung von zahlreichen Designvorschlägen bis hin zur Erstellung des umfassenden CI/CD-Guides.

Interessierte Zuhörer am Unic Breakfast "100 Tage SBB.CH"

In der Roundtable-Diskussion mit Patrick Comboeuf (Leiter E-Business bei den SBB), Stefan Pieren und Florian Stürzinger wollte der Moderator Philippe Surber (Unic AG) von Patrick Comboeuf wissen, wie seine Erfahrungen waren. Einige Antworten aus dem Interview:

Warum eigentlich alles neu, wenn sbb.ch bei Best of Swiss Web 2010 den Spezialpreis für die beste Schweizer Seite aller Zeiten gewonnen hat?

Der Start des Projektes war eigentlich ein Lifecycle-Thema. Der Support der alten Plattform wurde gekündigt, wir mussten uns überlegen, wie weiter. Daraus entstanden ist ein eigentliches Changeprojekt.

War das Projekt erfolgreich? Was sagen die Zahlen?

Der Traffic konnte gegenüber Mai 2011 um 22% gesteigert werden. Die Zunahme kann nicht auf eine einzelne Ursache reduziert werden. Verschiedene Faktoren spielen da eine Rolle, wie die allgemeine Zunahme der SBB-Reisenden von 5-6%, das Angebot an neuen Inhalten, die zusätzlich lancierte Mobile Site und nicht zu vergessen auch der News Value eines neuen Auftritts. Am Ende zählt die Konversionsrate, welche konstant geblieben ist; im Ticketshop konnte sogar ein Wachstum von 30 % erzielt werden. Weiter zeigen die Zahlen, dass die Besucher länger verweilen und neben Fahrplaninformationen auch andere Inhalte an Beachtung gewinnen.

4 Millionen hat das Projekt insgesamt gekostet, eine beträchtliche Summe?

Beim Bahnhof im Internet verzeichnen wir 400‘000 Besucher pro Tag, am Hauptbahnhof Zürich nur 300‘000 also lässt sich diese Investition klar relativieren. Zumal beim HB Zürich die Fassadenrennovation sicher mehr kosten würde

Patrick, was würdest du anders machen?

Nie mehr – nie mehr sieben Jahre warten und alles zusammen in Angriff nehmen. Ein komplettes Re-Design, die Einführung eines neuen Content Management Systems und noch die ganze Organisation anpassen, ist ein fast nicht handhabendes Projekt. Ziel muss es sein, sich in kleinen Schritten weiter zu entwickeln, dran zu bleiben und Trends laufend zu antizipieren.

> Mehr zum Thema SBB-Relaunch finden Sie unter im Unic-Magazin.

> Ein Interview von Unic mit Patrick Comboeuf können Sie sich hier anschauen.

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  2. […] die Spesen intern mit Quittungen belegen müssen, kämpfen seit dem Relaunch der SBB Web-Site im Mai 2011 mit demselben […]

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