Am 23. Februar 2010 fand im Kursaal in Bern das zweite Enterprise 2.0-Frühstück statt.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Gerrit Taaks, Head of Consulting bei Unic, die Studie „Enterprise 2.0 – die kollektive Intelligenz als Wettbewerbsvorteil“ vor. In kondensierter Form präsentierte er den aktuellen Stand von Enterprise 2.0 in der Schweiz. Die Studie zeigt: Der Grossteil der befragten Firmen steht noch am Anfang von Enterprise 2.0, obschon einzelne Werkzeuge bereits bei fast zwei Dritteln der Befragten im Einsatz sind bzw. deren Einsatz in naher Zukunft vorgesehen ist. Neben dem Einsatz geeigneter Instrumente erfordert Enterprise 2.0 eine offene Unternehmenskultur, um dadurch die darin liegenden Potenziale ausschöpfen zu können. Auf diese Aspekte konzentrieren sich die Handlungsempfehlungen an Entscheidungsträger: Empfohlen wird eine schrittweise Erweiterung bestehender Prozesse, Tools und Plattformen, um bestehende Stärken auszubauen und Insellösungen zu vermeiden. Rahmenbedingungen zur Nutzung interner Lösungen und externer Social Media Plattformen bieten den Mitarbeitern Orientierungshilfen und minimieren Risiken für die Unternehmen. Im Zentrum steht jedoch die Schaffung einer offenen Kultur, die als Nährboden für einen nutzenstiftenden Einsatz von Lösungen rund um Enterprise 2.0 unabdingbar ist.
Anschliessend folgte der Vortrag von Dr. Daniel Arber, Leiter Online-Strategie bei Swisscom, der über das neue Intranet der Swisscom berichtete. Er stellte Ausgangslage, Lösungsansatz und erste Erfahrungen mit der neuen Plattform vor und präsentierte verschiedene Enterprise 2.0-Ansätze zur Erleichterung der Kommunikation, Intensivierung des Dialogs, Vernetzung der Mitarbeitenden und Teams sowie zur Auffindung von Experten im Unternehmen. Ein besonderes Augenmerk seines Referats galt dem Kulturwechsel, der mit der Einführung der neuen Plattform einherging. So erzählte er vor allem von der offenen Kommunikation, die sich schrittweise bei der Swisscom etabliert hat, wodurch auch „heisse“ Themen inzwischen offenen diskutiert werden.
Lesen Sie mehr in der Swisscom Intranet-Referenz.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Roundtable-Diskussion mit Dr. Daniel Arber (Leiter Online Strategie, Swisscom), Herrn Björn Böller (Projektleiter und Verantwortlicher Intranet, Die Mobiliar – Versicherungen & Vorsorge) und Herrn Gundekar Giebel (Leiter Elektronische Medien, Die Schweizerische Post). Die Fachverantwortlichen sprachen über ihre Erfahrungen mit Enterprise 2.0. Angesprochen wurden Themen wie der Umgang mit kritischen Beiträgen von Angestellten und Vorteile von Ansätzen von Web 2.0 im Unternehmenseinsatz. Dabei wurde deutlich, dass immer häufiger die nach innen gerichtete Kommunikation auch auf externen, öffentlich einsehbaren Plattformen auszugsweise erscheint. Dies stellt die interne Kommunikation vor neue Herausforderungen, denen nicht durch eine strikte Zensur begegnet werden darf, da diese eine negative Dynamik fördern kann. Im Zeitalter von Enterprise 2.0 sind der offene Dialog und die Zusammenarbeit über die Grenzen einzelner Organisationseinheiten ein zentraler Schlüssel zum Erfolg.

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