Was geschieht, wenn FREITAG seine ohnehin limitierten Taschen – jedes Stück ein Unikat – nochmals limitiert? Die «Limited Art Edition», welche FREITAG im Sommer 2009 mit mehreren Museen (Tate Modern London, the Mori Art Museum Tokyo, Palazzo Grassi Venice und Museum of Contemporary Art Los Angeles) lancierte, ist in mehrfacher Hinsicht eine Erfolgsgeschichte: In wenigen Stunden waren die Taschen der jeweiligen Serien bereits restlos ausverkauft. Das Unic Magazin sprach mit Cindy Ortlieb, Projektverantwortliche bei FREITAG über Idee, Ziele und Ergebnisse der Limited Art Edition.
FREITAG Limited Art Edition
Wie kam es zur Idee, mit bekannten internationalen Museen diese Spezialeditionen herauszubringen?
Cindy Ortlieb: Wir machen Taschen aus gebrauchten LKW-Planen, Sicherheitsgurten, Fahrradschläuchen und Airbags. Die Strasse ist unser Start. Und unser Ziel. Dazwischen gehen wir aber immer neue Wege, zum Beispiel ins Museum. 2003 waren wir im MoMA in New York. Am Eingang haben wir unsere Tasche abgegeben. Am Ausgang haben wir sie nicht zurückbekommen. Dafür wurde unser Modell TOP CAT zum Designklassiker gekürt und steht jetzt in der Dauerausstellung. Damit wir nicht mit leeren Händen nach Hause gehen, hat man uns gebrauchte Ausstellungsbanner überlassen. Daraus ist die Idee entstanden, Taschen aus Ausstellungsbannern herzustellen. Und da FREITAG nicht nur für Qualität, sondern auch für Design und somit im weitesten Sinne auch für Kunst steht, wollten wir alle diese Aspekte in einer Limited Art Edition vereinen.
Wie reagierten die Museen auf eure Anfrage?
Sehr positiv. Der Aspekt, dass wir aus gebrauchten Ausstellungsbannern der Museen Taschen produzieren wollten, die dann als «Kunstwerke» von den Kunden wieder auf die Strasse hinausgetragen werden, hat überzeugt – ganz nach dem Motto: «Kunst lebt durch den Betrachter». Insofern hatten wir nur positive Antworten auf unsere Anfrage. Wir wollten aber, dass die Limited Art Edition auch wirklich limitiert ist und haben uns deshalb für nur vier Kooperationspartner entschieden, die zu FREITAG passen und eine gewisse Internationalität repräsentieren.
Wurden für die Gestaltung Künstler engagiert? Was zeichnet die Limited Art Edition Taschen aus?
Die Limited Art Edition wird nicht aus gebrauchten LKW-Planen, sondern aus Ausstellungsbannern der jeweiligen Museen hergestellt. Diese Banner wurden für die Ausstellung von den jeweiligen Künstlern gestaltet, aber nicht in der Intention, danach zu einem FREITAG Produkt verarbeitet zu werden. Die Banner wurden also nicht extra für die Limited Art Edition gestaltet, sondern genau so von uns verarbeitet, wie wir diese von den Museen bekommen haben.
Die Kampagne wurde ausschliesslich online umgesetzt. Wie waren hier Eure Erfahrungen und Kundenreaktionen?
Das ist nicht ganz richtig. Ein Teil der Taschen wurde in den jeweiligen Museum-Shops verkauft, der andere Teil online in unserem Webshop. Wir wollten natürlich unseren Kooperationspartnern einen exklusiven Verkauf vor Ort bieten, aber gleichzeitig auch allen FREITAG Fans weltweit die Gelegenheit geben, eines der seltenen Stücke zu ergattern. Die Kunden- und Pressereaktionen waren grossartig!
Ein paar Zahlen zum Schluss: Wie erfolgreich war die Kampagne?
Die Kampagne war sehr erfolgreich. Alle Taschen aus der Limited Art Edition wurden von FREITAG Fans gekauft – einige davon innerhalb der ersten 30 Minuten nach Aufschaltung der Edition auf der Website. Zudem konnten wir im Monat August 17% mehr Besucher und ein Umsatzwachstum von 25% im Vergleich zu durchschnittlichen Monaten verzeichnen.
Herzlichen Dank für dieses Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

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